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Erdbaumaschinen

Erdbaumaschinenführer Radlader Bagger Dumper
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Cyborg Schulungen

Udo Schroeter

Dozent - Baumaschinen

Wiesenweg 15

49413 Dinklage

Kontakt:

Telefon: 015173006661

E-Mail: info@cyborg-schulungen.de

Der Erdbaumaschinenführer

Hydraulikbagger und Radlader werden in der Bauwirtschaft sehr vielfältig und unter Nutzung einer Vielzahl verschiedener Anbaugeräte eingesetzt. Hydraulikbagger können bei Bedarf zudem diese Anbaugeräte über spezielle Schnellwechselsysteme mehrfach im Zuge der Arbeitsaufgabe wechseln. Für die Verwendung der Baumaschine ist vom Unternehmer oder von der Unternehmerin, unter Berücksichtigung der vielfältigen Bautätigkeiten, eine Gefährdungsbeurteilung zu erstellen.
Baubetriebe müssen Maschinenführer und Maschinenführerinnen beschäftigen, die mobile Arbeitsmittel sicher, effizient und dem Zweck entsprechend verwenden. Dies trifft insbesondere bei Hydraulikbaggern (in der Folge „Bagger“ genannt) und Radladern (in der Folge „Lader“ genannt) zu. Ein bestimmungsgemäßer Einsatz von Baggern und Ladern setzt voraus, dass der Maschinenführer oder die Maschinenführerin zuverlässig und sicher die ihm oder ihr übertragenen Aufgaben durchführt. Bei der Verwendung werden in der Regel unterschiedliche Arbeiten, wie z.B. • das Ausheben von Baugruben und Gräben, • Planier- und Profilier-Arbeiten, • Transport von Baustoffen, • Heben von Lasten, • Arbeiten mit verschiedensten Anbaugeräten, teilweise unter Nutzung von Maschinensteuerungen verrichtet. Insbesondere gehören tägliche Arbeiten, wie die In- und Außerbetriebsetzung der Maschine und regelmäßige Wartungsarbeiten, wie das Abschmieren, zu den Aufgaben des Maschinenführers oder der Maschinenführerin
Der Unternehmer oder die Unternehmerin muss sicherstellen, dass die Maschinenführer und Maschinenführerinnen so ausgewählt und qualifiziert sind, dass diese die übertragenen Aufgaben zuverlässig und sicher durchführen können.
Mit dem selbstständigen Fahren und Führen von Baggern und Ladern dürfen nur Fahrer und Fahrerinnen beauftragt werden, die 1. mindestens 18 Jahre alt sind, 2. für diese Tätigkeit körperlich und geistig geeignet sind, 3. im Führen der Maschine qualifiziert und unterwiesen sind, 4. dem Unternehmer/der Unternehmerin ihre fachliche Qualifikation nachgewiesen haben und 5. von denen zu erwarten ist, dass sie die ihnen übertragenen Aufgaben zuverlässig erfüllen.
Die Beauftragung sollte schriftlich erfolgen. Jugendliche unter 18 Jahren dürfen im Rahmen der Berufsausbildung zu Ausbildungszwecken Baumaschinen unter Aufsicht führen, sofern folgende Bedingungen eingehalten werden: • Grundausbildung über den Baustellenbetrieb auf der Baustelle • Theoretische und praktische Grundausbildung an Baumaschinen in der Ausbildungsstätte • Anschließend praktischer Einsatz auf Baumaschinen im Baubetrieb unter Aufsicht
Theoretische Qualifizierung Im theoretischen Teil lernen die Maschinenführer und Maschinenführerinnen die Inhalte der für sie relevanten Regelungen zur Arbeitssicherheit, zur Maschinentechnik und zum Einsatz der Maschine im Betrieb, z.B.: Rechtliche Kenntnisse über: 
die Betriebssicherheitsverordnung 
Unfallverhütungsvorschriften 
Technische Regeln für Betriebssicherheit 
Regelungen der Unfallversicherungsträger 
die bestimmungsgemäße Handhabung 
die tägliche In- und Außerbetriebnahme
die Teilnahme im öffentlichen und teilöffentlichen Verkehrsraum Maschinenbezogene Kenntnisse über: 
den Aufbau und Funktion von Baggern und Ladern
Arten von Baggern und Ladern 
die Bedienungsanleitung 
die Grundlagen der betreffenden Maschinentechnik wie z.B. der Aufbau von Baggern und Ladern und deren Antriebsarten
Sicherheitseinrichtungen (z.B. Überlastwarneinrichtung ÜWE)
das Erkennen und Verhalten bei Störungen und Unfällen 
Einsatzgrenzen
den Umgang mit hydraulischen Komponenten 
Elektrische Komponenten und Antriebe
das Heben von Lasten 
Standsicherheit und Gefahrenbereiche
die Wartung und Pflege Betriebsbezogene Kenntnisse über: 
sicherer Zu- und Abgang zum/vom Fahrerstand
Umsturzgefahren
Bodenbeschaffenheit, Untergrund, Baugruben, Böschungen, Bodenneigung
Gefährdungen durch Anfahren, Überfahren, An schwenken
den Gefahr Bereich
Sichteinschränkungen: Maschine, Last, Umfeld
Sichthilfen, Absperrung, Einweiser, Sicherungsposten
den Umgang mit Lasten: 
Herabfallen von Lasten (Gefährdung der Anschläger/in und anderer Personen) –
Lasten nicht über Personen führen –
geeignete Lastaufnahmemittel (nicht kraftschlüssig, sondern formschlüssig) •
das Arbeiten in der Nähe von Frei-/Fahrleitungen
den Transport, Verladung, öffentlicher Straßenverkehr •
den Betrieb im öffentlichen Verkehr (z.B. Betriebserlaubnis, , kein Lastentransport, keine Verschmutzung der Straße) •
die Qualifikation und Pflichten der Fahrer und Fahrerinnen: – Arbeitsmittel/Maschine prüfen und überwachen – Sicherheitseinrichtungen kennen und benutzen – Fahr- und Arbeitsbereiche einsehen – Bei Gefahr: STOPP – Abstände einhalten z.B. zu Baugruben, festen Begrenzungen (Quetschgefahr) – Arbeitsmittel/Maschine bestimmungsgemäß betreiben •
sicheres Betreiben (insbes. fahren, schwenken) • den Fahrersitz (Funktion, Einstellung, Ergonomie)
notwendige Prüfungen des Arbeitsmittels: – tägliche Sicht- und Funktionsprüfung durch den Fahrer oder die Fahrerin – regelmäßige Prüfung durch zur Prüfung befähigte Person – Prüfung nach besonderen Vorkommnissen – Prüfnachweis (Einsichtnahme durch Fahrer/Fahrerin) – Bedeutung der Prüfplakette • die sichere Durchführung der erforderlichen Wartungsarbeiten • das Unfallgeschehen: – Typische Unfälle/typische Gefährdungen – Unfallhergänge – Schutzmaßnahmen • Sondereinsätze: – Arbeiten im öffentlichen Verkehrsraum – Arbeiten in ganz oder teilweise umschlossenen Räumen (u.a. Gefährdung durch Motorabgase) – Arbeiten in kontaminierten Bereichen (z.B. Betrieb einer Anlage zur Atemluftversorgung) • die Auswahl und den Wechsel von Anbaugeräten, den Einsatz von Schnellwechseleinrichtungen (SWE).
Praktische Qualifizierung für Bagger Allgemeine Qualifikationen • Inbetriebnahme • Sicherer Zu- und Abgang zum/vom Fahrerstand • Wechsel der Arbeitsausrüstung mit hydraulischer Schnellwechseleinrichtung (mindestens ein hydraulisch betriebenes Anbaugerät) • Anlegen eines Kanalgrabens: – Abmessungen (l x b x t) = 4,0m x 0,6m x 0,6m – Böschungswinkel: 45° – Erstellung eines waagerechten Planums der Grabensohle • Verfüllung des Grabens • Außerbetriebnahme des Baggers Während der Herstellung des Kanalgrabens sind insbesondere die folgenden Aspekte zu vermitteln: • bestimmungsgemäße Verwendung der Maschine • Beachtung des Gefahrenbereichs der Maschine • Positionierung der Maschine und Einhaltung von Sicherheitsabständen zu Böschungskanten • Einhaltung eines lastfreien Schutzstreifens (mind. 0,6m) zwischen dem Kanalgraben und der Aushubablagefläche
Dauer der Qualifizierung
Die Qualifizierung wird üblicherweise in Lehreinheiten unterteilt. Eine Lehreinheit beträgt in der Regel 45 Minuten. Bei der Qualifizierung können u.a. folgende Möglichkeiten genutzt werden: • Lehrgänge in Schulungs- und Bildungseinrichtungen • Online-Lehreinheiten, E-Learning, webbasierte-Seminare, Blended Learning, Apps • In-House-Schulungen • Praxis-Schulungen am Bagger/Lader auf der Baustelle oder einem Parcours • Simulatoren • VR-Brillen Für die Anteile realer Praxis muss am jeweiligen Bagger/Lader qualifiziert werden. Die erforderliche Mindestdauer der Qualifizierung ist durch den Unternehmer oder die Unternehmerin im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung festzulegen. Die Art und Dauer der Qualifizierung für Maschinenführer und Maschinenführerinnen ist abhängig davon, in welchem Umfang theoretische und praktische Vorkenntnisse vorhanden sind. Vorkenntnisse haben in der Regel Personen, die mindestens ein Jahr Erfahrung bei der Verwendung mit den Baggern und/oder Ladern haben. Die erforderliche Anzahl der individuell notwendigen Lehreinheiten/Lehrinhalte für den jeweiligen Maschinenführer und die jeweilige Maschinenführerin ergeben sich aus den theoretischen und praktischen Vorkenntnissen. Um den tatsächlich notwendigen Aufwand der individuellen Qualifizierung zu bewerten, sollten die bereits vorhandenen Kenntnisse vor Beginn der Qualifizierung Berücksichtigung finden (siehe auch Abschnitt 5.2). Aus der Erfahrung haben sich für die Dauer der Qualifizierung im theoretischen Teil für Maschinenführer und Maschinenführerinnen je nach Vorkenntnissen ca. 6-40 Lehreinheiten und für den praktische Teil je nach Vorkenntnissen, je Maschinen23 kategorie (Bagger, Lader) ca. 10-50 Lehreinheiten bewährt. Die Dauer kann entsprechend der o.g. individuellen Bewertung der Vorkenntnisse des Maschinenführers und der Maschinenführerin angepasst werden. Die tatsächliche notwendige Anzahl der Lehreinheiten orientiert sich an der konkret ausführenden Tätigkeit des Maschinenführers oder der Maschinenführerin

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